Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen

Deeskalation durch Prävention

Beschreibung

Deeskalation ist mehr als der Umgang mit Konflikten in akuten Situationen. Sie beginnt bereits in der Prävention . Gerade in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, die belastende oder traumatische Erfahrungen gemacht haben, ist es entscheidend, eskalierende Situationen möglichst gar nicht erst entstehen zu lassen. Eskalationen können bei betroffenen Kindern starke emotionale Reaktionen auslösen, alte Wunden reaktivieren und bestehende Traumafolgen verstärken .

Daher ist es die Aufgabe von pädagogischen und therapeutischen Fachkräften, als Schutzfaktoren zu wirken und nicht durch ungewolltes Verhalten oder unzureichende Vorbereitung selbst zum zusätzlichen Risikofaktor für Kinder und Jugendliche zu werden.

In Gruppensettings wie Wohngruppen, Tagesgruppen oder im offenen Ganztag ist ein präventiver Ansatz entscheidend. Ein stabiler Rahmen, der Sicherheit und Vertrauen vermittelt, bildet die Grundlage. Prävention beginnt dort, wo Fachkräfte Beziehungen bewusst gestalten, stressreduzierende Strukturen schaffen und sensibel auf die individuellen Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen eingehen.

Eine präventiv gestaltete Umgebung, die klare Orientierung,  Verlässlichkeit und emotionale Sicherheit bietet, kann viele Konflikte bereits im Vorfeld verhindern. Frühwarnzeichen zu erkennen und angemessen darauf zu reagieren, ist dabei nur ein Teil eines umfassenden Ansatzes, der langfristig sowohl für die Kinder als auch für die Fachkräfte Entlastung schafft.

Präventive Deeskalation ist ein kontinuierlicher Prozess, der neben individuellen Kompetenzen auch Teamarbeit und eine klare konzeptionelle Ausrichtung erfordert. Durch ein tiefes Verständnis von VerhaltenDynamiken und den Bedürfnissen der Kinder können Fachkräfte gezielt handeln und die Wahrscheinlichkeit eskalierender Situationen deutlich verringern.

Seminarinhalte:

  • Aggression: Meinen alle dasselbe?
  • Was lösen Kinder durch aggressives Verhalten?
  • Wiederholte Eskalation als Hinweis auf System „-fehler“
  • Die eskalierende Fachkraft/das eskalierende Team
  • Rahmenbedingungen für die präventive Deeskalation
  • Verhalten in Akutsituationen
  • Reflexion eskalierender Situationen
  • Konzeptionelle Gestaltung präventiver Deeskalation

Dozent

Michael Alkemper

  • Ergotherapeut
  • Studium Social-, Healthcare- and Education-Management (BA)
  • Ausbildung in tiefenpsychologisch fundierter Psychotherapie
  • Seit mehr als 25 Jahren in der psychosozialen Arbeit und der Kinder- und Jugendhilfe tätig
  • Beratend tätig in eigener Praxis
  • Gründer von build it UP
Kontaktformular

Hast Du eine Frage zu unseren Angeboten?