Team-/Gruppenfortbildung

Deeskalation

Seminarbeschreibung

Die Fähigkeit, adäquat mit Methoden der Deeskalation auf eskalierende Situationen zu reagieren, ist besonders wichtig in pädagogischen und therapeutischen Settings. In therapeutischen Praxen, Kindertagesstätten, Hort, der Kinder- und Jugendhilfe sowie in Tages- und Wohngruppen kann der Umgang mit Kindern und Jugendlichen herausfordernd sein.

In den Institutionen, die eigentlich als geschützte Räume dienen sollten, wirkt sich der Verlauf eskalierender Situationen oft erheblich auf die unmittelbar Beteiligten aus. Dies betrifft nicht nur die Kinder und Jugendlichen, sondern auch Teammitglieder und sämtliche Anwesende.

Fehlende systemische Voraussetzungen führen zu einem erhöhten Konfliktpotenzial in den Einrichtungen, ebenso wie mangelnde Impulskontrolle und frühe Traumata bei den Kindern und Jugendlichen.

Der beste Schutz besteht darin, Eskalationen von vornherein zu verhindern.

Dies erfordert zum einen ein angemessenes und frühzeitiges Handeln in Situationen, die eine Tendenz haben, zu Eskalationen führen zu können. Dabei sollten Fachkräfte die eigene Sicherheit nicht aus den Augen verlieren.

Noch wichtiger ist es jedoch, ein Umfeld zu schaffen, in dem sensibel und vertrauensvoll mit den Umständen umgegangen wird, die zu Eskalationen führen können. Durch das Aufzeigen präventiver Maßnahmen und das Erkennen von Frühwarnzeichen tragen pädagogische und therapeutische Fachkräfte dazu bei, dass es nicht zu einer erneuten Eskalation kommt.

Sollte es dennoch zu einer aggressiven Episode kommen, ist dies ein Zeichen dafür, dass im Vorfeld bestimmte Warnsignale, die auf aufkommende Spannungen oder Bedürfnisse der betroffenen Person hinweisen könnten, übersehen oder nicht ausreichend beachtet wurden. Eine umfassende Nachbereitung und Analyse sind hier von entscheidender Bedeutung.

Eskalationen sollten immer die Ausnahme bleiben und nicht den Alltag bestimmen. Im besten Fall erleben Kinder und Jugendliche keine eskalierenden Situationen. Die Auswertung und Reflexion von Aggressionssituationen hat zum Ziel, präventive Maßnahmen zu stärken und Veränderungen zeitnah umzusetzen, um eine erneute Eskalation zu verhindern.

Seminarinhalte:

  • Was ist Aggression?
    Definition und Verständnis des Phänomens aggressiven Verhaltens.
  • Prävention
    Strategien und Maßnahmen zur Verhinderung von aggressivem Verhalten, mit Fokus auf deeskalierende Ansätze.
  • Frühwarnzeichen
    Erkennung von Anzeichen für mögliche Eskalationen.
  • Verhalten in der Akutsituation
    Deeskalationsstrategien und bewährte Praktiken während einer akuten Aggression, um die Situation zu beruhigen.
  • Nach der Akutsituation
    Maßnahmen und Betreuung nach einer aggressiven Episode unter Berücksichtigung von deeskalierenden Herangehensweisen.
  • Analyse
    Auswertung und Reflexion von Aggressionssituationen mit dem Ziel, Deeskalationsmaßnahmen zu verbessern und präventive Ansätze zu stärken.
Ein großes rotes Ausrufezeichen.

Die Lösung/Deeskalation von Konflikten ist immer auch Beziehungsarbeit.

Ein Kreis in dem die verschiedenen Elementer des Deeskalationsprzesses aufgeführt sind.
Präsentationsfolie zum Thema Auftreten in der eskalierten Situation.

Seminardetails

Dozent/Dozentin

Michael Alkemper

Dauer

2 Stunden¹

Seminarart

Live-Vortrag

Technische Umsetzung

Zoom X²

Teilnahmebescheinigung

Teilnahmebescheinigung

Ergänzungen

Seminarunterlagen

¹: Wir ermöglichen bei Bedarf zusätzlich zur Seminardauer bis zu 30 Minuten Zeit für Fragen und Diskussionen.

²: Videokonferenzen unter Einhaltung des europäischen Datenschutzes.

Dozent

Michael Alkemper

Ergotherapeut

Studium Social-, Healthcare- and Education-Management (BA)

Ausbildung in tiefenpsychologisch fundierter Psychotherapie.

Seit mehr als 25 Jahren in der psychosozialen Arbeit und der Kinder- und Jugendhilfe tätig.

Beratend tätig in eigener Praxis.

Gründer build it UP