Einführung in die Traumapädagogik
Fundierter Einstieg in die traumapädagogische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen für pädagogische und therapeutische Fachkräfte.
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Teilnahme an der Online-Fortbildung
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Spätestens am Veranstaltungstag erhältst Du die Zugangsdaten per E-Mail.
Preis pro Teiln.: 149,90 €
inkl. 19 % USt.
Dauer: 2 Termine à 3,5 Stunden
1. Termin:
Dienstag, 22. September 2026 von 16:30 bis 20:00 Uhr
2. Termin:
Donnerstag, 24. September 2026 von 16:30 bis 20:00 Uhr
Einführung in die Traumapädagogik
Die Online-Fortbildung führt in zentrale Grundlagen der Traumapädagogik ein und verbindet fachliches Wissen mit einer praxisnahen Auseinandersetzung mit dem Erleben und Verhalten von Kindern und Jugendlichen.
Im Mittelpunkt der Fortbildung steht die traumapädagogische Haltung. Verhalten wird dabei im Zusammenhang mit bisherigen Erfahrungen, aktuellen Belastungen und individuellen Bewältigungsversuchen betrachtet. Der Verstehensansatz und die Annahme des guten Grundes unterstützen Fachkräfte dabei, auch herausforderndes Verhalten differenziert wahrzunehmen und einzuordnen, ohne es vorschnell zu bewerten.
Eine verlässliche und wertschätzende Beziehung kann Kindern und Jugendlichen neue Erfahrungen von Sicherheit, Vertrauen und Selbstwirksamkeit ermöglichen. Die Fortbildung zeigt die besondere Bedeutung der Beziehungsgestaltung in der Traumapädagogik auf und eröffnet Möglichkeiten, wie Fachkräfte ihre eigene Haltung und ihr Handeln in der beruflichen Beziehung zu Kindern und Jugendlichen reflektieren können.
Neben den Grundlagen der Traumapädagogik werden mögliche Traumafolgereaktionen sowie relevante psychiatrische Krankheitsbilder wie PTBS und komplexe PTBS betrachtet. Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen ADHS und traumabedingten Reaktionen, die impulsiv wirken und als mögliche Traumafolgereaktion auftreten können, werden thematisiert.
Ergänzend fließen psychotherapeutische Sichtweisen ein. Dazu gehören unter anderem Abwehrmechanismen sowie Übertragung und Gegenübertragung. Das Wissen darüber trägt dazu bei, innere Prozesse und Reaktionen in pädagogischen und therapeutischen Beziehungen besser zu verstehen.
Praxisbeispiele, Reflexionsaufgaben, Genogrammarbeit und Fallbesprechungen unterstützen dabei, die Inhalte auf den eigenen beruflichen Alltag zu übertragen.
Inhalte der Fortbildung
Grundlagen der Traumapädagogik
- Der Verstehensansatz/Annahme des guten Grundes
- Beziehungsgestaltung und korrigierende Beziehungserfahrungen
- Pathologische Denkschemata und Lösungsversuche verstehen
- Elemente der Begegnung und Achtsamkeit gegenüber der eigenen Person
Traumarelevante psychiatrische Krankheitsbilder
- Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS)
- Komplexe PTBS (kPTBS) nach ICD-11
- Verlaufstypen der PTBS und kPTBS
- ADHS und (k)PTBS – Gemeinsamkeiten und Unterschiede
Impulsives Verhalten als mögliche Traumafolge
- Was ist die inhibitorische Kontrolle (Kontrolle von Impulsen)?
- Emotionsregulation und Trauma
- Auswirkungen auf die Beziehungsgestaltung
- Strategien für Fachkräfte und Eltern zur Unterstützung der Entwicklung von Impulskontrolle
- Möglichkeiten der Begleitung von Kindern und Jugendlichen
Psychotherapeutische Sichtweisen in der Traumapädagogik
- Nutzen psychotherapeutischer Konzepte im pädagogischen Kontext
- Abwehrmechanismen verstehen und erkennen
- Übertragung und Gegenübertragung
Praxis und Reflexion
- Genogrammarbeit als Reflexions- und Verstehensinstrument
- Fallbesprechungen (traumabezogene Kasuistiken)
Zielgruppe
- Pädagogische Fachkräfte in der Jugendhilfe
- Erzieher:innen in Kita und Kindertagesbetreuung
- Ergotherapeut:innen sowie Fachkräfte in weiteren therapeutischen und beratenden Settings
- Lehrkräfte und Fachkräfte an Schulen
- Schulsozialarbeiter:innen
- Pflegeeltern und Fachkräfte in der Pflegekinderhilfe
Dozent
Michael Alkemper
- Ergotherapeut
- Studium Social-, Healthcare- and Education-Management (BA)
- Ausbildung in tiefenpsychologisch fundierter Psychotherapie
- Seit mehr als 25 Jahren in der psychosozialen Arbeit und der Kinder- und Jugendhilfe tätig
- Beratend tätig in eigener Praxis
- Gründer von build it UP
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